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3-Schichten-Prinzip

Geschrieben am 29-11-2022 durch Online

3-Schichten-Prinzip

WAS IST DAS 3-SCHICHTEN-PRINZIP UND SOLLTEN SIE ES AUCH ANWENDEN?

Für manche ist es inzwischen Standard, das 3-Schichten-prinzip. Unter Sportlern und in der Outdoor-Welt ist dies ein gängiger Begriff, aber was genau ist es und wie funktioniert es? Welche Schichten sollten Sie genau auftragen und was ist der Sinn? Mit den folgenden Informationen versuchen wir, Ihnen mehr Klarheit zu verschaffen und Ihnen einige Tipps und Ratschläge zu geben, die Ihnen bei Ihrer Wahl helfen sollen.

WAS IST DAS 3-SCHICHTEN-PRINZIP?

Das klassische 3-Lagen-Prinzip wurde 1987 eingeführt und besteht aus drei Schichten: Die Basisschicht hält die Haut trocken und komfortabel, die mittlere Schicht isoliert und transportiert den Schweiß ab, und die dritte Schicht schützt vor Wind und Regen.

Seit seiner Einführung ist das 3-Lagen-Prinzip für viele Sportler und insbesondere für Outdoor-Sportler zum Standard bei der Wahl ihrer Bekleidung für Aktivitäten wie Wandern, Wintersport und Klettern geworden, insbesondere bei kalten und nassen Wetterbedingungen. Das 3-Schichten-Prinzip ist hauptsächlich auf den Oberkörper ausgerichtet. Für den Unterkörper wird häufig ein 2-Schicht-Prinzip verwendet. Das Gleiche gilt für Ihre Hände. Allerdings wird hier manchmal auch 1 Lage in Form eines gefütterten Handschuhs verwendet. Auch der Kopf verliert viel Wärme. Vergessen Sie daher nicht, einen Hut oder Buff zu tragen.

DIE VERSCHIEDENEN SCHICHTEN

Die erste Schicht - Basisschicht

Die Basisschicht oder erste Schicht leitet den Schweiß ab und hält die Haut trocken und warm. Bei intensiver Aktivität schwitzen Sie möglicherweise sehr stark. Dies ist die Funktion des Körpers zur Regulierung der Körpertemperatur. Beim Schwitzen entsteht Feuchtigkeit, und es ist wichtig, dass diese Feuchtigkeit so schnell wie möglich an die nächste Schicht abgegeben wird. Wenn dies nicht rechtzeitig geschieht, wird Ihr Körper feucht und fühlt sich klamm und kalt an.

Um dies zu vermeiden, sollten Sie einen Stoff wählen, der Feuchtigkeit leicht und schnell abtransportieren kann. Üblicherweise werden dafür synthetische Materialien wie Polyester oder Polypropylen verwendet. Diese Stoffe sind nahezu feuchtigkeits- und geruchsneutral, lassen den Schweiß entweichen und halten den Körper warm und trocken. Ein weiteres häufig verwendetes Material ist Merinowolle. Mit ihren natürlichen feuchtigkeitsregulierenden Eigenschaften und ihrer sehr feinen Struktur fühlt sich diese Art von Wolle gut auf der Haut an und eignet sich perfekt als Unterschicht.

Viele unserer Kleiderschränke sind voll mit Baumwollhemden. Sind diese nicht als Unterlage geeignet? Leider ist Baumwolle eine schlechte Wahl, da sie die Feuchtigkeit nicht gut abtransportieren kann. Stattdessen speichert es das Wasser, was zu einer Erkältung führen kann. Als Unterlage sollten Sie daher Thermokleidung aus synthetischen Stoffen oder Merinowolle verwenden.

 

Synthetik

Merinowolle

Isolierende Kraft

Mittel

Hoch

Schnell trocknend

Hoch

Mittel

Schneller Feuchtigkeitstransport

Hoch

Hoch

Geruchsneutralisierung

Mittel

Hoch

Komfort

Mittel

Hoch

Lebensdauer

Hoch

Mittel

Preis

Mittel

Hoch

Die zweite Schicht - mittlere Schicht

Die mittlere oder zweite Schicht hat zwei wichtige Aufgaben: Sie hält den Körper warm und leitet die Feuchtigkeit aus der ersten Schicht ab. Im Gegensatz zur Basisschicht kann diese Schicht etwas lockerer am Körper sitzen. Ein weiterer Vorteil der Verwendung mehrerer Schichten ist, dass die Luft zwischen den Schichten ebenfalls zur Isolierung beiträgt und Feuchtigkeit besser abtransportiert werden kann.

Je nach Aktivität und Wetterbedingungen (und damit der erforderlichen Isolierung) können Sie zwischen einer dünneren oder einer dickeren Zwischenschicht wählen. Für eine dünnere Zwischenschicht greift man in der Regel zu Fleece, aber auch Wolle ist eine Option. Fleece hat den Vorteil, dass es Feuchtigkeit schnell abtransportiert und sehr leicht ist.

Wenn Sie eine etwas dickere Zwischenschicht wählen, erhalten Sie eine isolierende Jacke. Diese Art von Jacke kann verschiedene Füllungen haben, nämlich: Synthetik, Daunen, Wolle oder eine Kombination dieser Materialien. Jede Art von Füllung hat ihre eigenen Vor- und Nachteile. Diese haben wir hier für Sie aufgelistet.

 

Synthetik

Daunen

Wolle

Schnell trocknend

Ja

Nein

Nein

Isoliervermögen bei Feuchtigkeit

Hoch

Niedrig

Niedrig

Volumen, gefaltet

Mittel

Kompact

Mittel

Gewicht

Mittel

Leicht

Mittel

Preis

Niedrig

Hoch

Mittel

Eine isolierende Jacke kann bei bestimmten Wetterbedingungen auch gleichzeitig als zweite und dritte Schicht verwendet werden. Diese Art von Jacke ist jedoch niemals wasserdicht und daher als oberste Schicht bei Regen oder Schnee nicht geeignet.

Die dritte Schicht - äußere Schicht

Die äußere Schicht ist Ihr Schutz vor Regen und Wind. Daher ist es wichtig, dass Ihre äußere Schicht wind- und wasserdicht ist. Um zu vermeiden, dass Sie von innen nass werden, ist es außerdem wichtig, dass Ihre äußere Schicht atmungsaktiv ist. Diese scheinbar gegensätzliche Kombination von Funktionen wird durch die Verwendung einer speziellen Membran wie Gore-Tex oder Dermizax ermöglicht. Mit solchen Membranen kann Wärme nach außen gelangen, während Niederschlag und Wind durch die sehr kleinen Öffnungen nicht eindringen können. Jacken und Hosen mit diesen Eigenschaften werden als Hardshell-Jacken und -Hosen bezeichnet.

Sind Sie an einem Ort, an dem es nicht regnet? Dann könnte auch eine wasserabstoßende Jacke eine Option sein. Diese Jacken sind winddicht und atmungsaktiv, aber nicht unbedingt wasserdicht.

Gehen Sie zum Angeln oder zur Vogelbeobachtung? Dann ist die Atmungsaktivität weniger wichtig und Sie können auch eine Jacke wählen, die nicht atmungsaktiv, aber ganz wasser- und winddicht ist.

Durch die Verwendung des 3-Schicht-Prinzip haben Sie also viele Möglichkeiten. Wenn Sie eine Schicht an- oder ausziehen, können Sie Ihr Outfit schnell an das Wetter anpassen.

ALTERNATIVEN ZUM 3-SCHICHTEN-PRINZIP

Neben dem 3-Schicht-Prinzip gibt es auch einige Alternativen. Dank der Innovationen bei den verwendeten Materialien gibt es Kleidungsstücke, die die Funktionen mehrerer Schichten vereinen. Einige Beispiele sind Softshells oder gefütterte (wasserdichte) Kleidung.

Die Softshell vereint die Funktionen der mittleren und der oberen Schicht. Neben der Isolierung bieten Softshells auch Schutz vor Wind und leichtem Niederschlag. Softshells sind auch viel elastischer als Hardshells. All diese Eigenschaften bedeuten, dass es viele Situationen gibt, in denen zwei Kleidungsschichten ausreichen oder sogar vorzuziehen sind.

Neben Softshells gibt es auch gefütterte Jacken. Diese Jacken sind Top und Mid-Layer in einem. Dies wird häufig bei Skijacken verwendet. Dies hat den Nachteil, dass die Jacke weniger atmungsaktiv und weniger flexibel ist. Wenn es zum Beispiel sehr heiß ist, haben Sie nicht die Möglichkeit, die mittlere Schicht auszuziehen.

IST DAS 3-SCHICHTEN-PRINZIP DAS RICHTIGE FÜR SIE?

Das 3-Schichten-Prinzip ist also gar nicht so komplex, wie es scheint. Sie sind sich noch nicht sicher, welche Kleidungsstücke Sie benötigen? Bei Twinseasons beraten wir Sie gerne über die verschiedenen Möglichkeiten des 3-Schicht-Systems. Kommen Sie in unserem Shop vorbei oder stellen Sie Ihre Frage in einer E-Mail.

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